Auf Wunsch einer einzelnen Dame, die das Lied eh schon hat, hier auch für die Weltöffentlichkeit:

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Der Werwolf

Ein Werwolf eines Nachts entwich
von Weib und Kind und sich begab
an eines Dorfschullehrers Grab
und bat ihn: „Bitte, beuge mich!“
Der Dorfschulmeister stieg hinauf
auf seines Blechschilds Messingknauf
und sprach zum Wolf, der seine Pfoten
geduldig kreuzte vor dem Toten:
„Der Werwolf“ - sprach der gute Mann,
„des Weswolfs, Genitiv sodann,
dem Wemwolf, Dativ, wie man’s nennt,
den Wenwolf - damit hat’s ein End’.“
Dem Werwolf schmeichelten die Fälle,
er rollte seine Augenbälle.
Indessen, bat er, füge doch
zur Einzahl auch die Mehrzahl noch!
Der Dorfschulmeister aber mußte
gestehn, daß er von ihr nichts wußte,
Zwar Wölfe gäb’s in großer Schar,
doch „Wer“ gäb’s nur im Singular.
Der Wolf erhob sich tränenblind -
er hatte ja doch Weib und Kind!!
Doch da er kein Gelehrter eben,
so schied er dankend und ergeben.

Christian Morgenstern

15.03.2011

Neues Liederbuch

Ich habe mit dem Februar mal wieder einen Monat vergessen, dafür kommen heute gleich zwei Einträge.

Dieser ist als Dank an meine Oma und als Bestätigung, dass die Liederbücher gut angekommen sind. (Für alle melodischen und rythmischen Unstimmigkeiten mache ich die mangelnde Technik verantwortlich.)


Der Text zu “Who am I” von Casting Crowns:

Who am I, that the Lord of all the earth
Would care to know my name
Would care to feel my hurt
Who am I, that the Bright and Morning Star
Would choose to light the way
For my ever wandering heart

Not because of who I am
But because of what You’ve done
Not because of what I’ve done
But because of who You are

I am a flower quickly fading
Here today and gone tomorrow
A wave tossed in the ocean
Vapor in the wind
Still You hear me when I’m calling
Lord, You catch me when I’m falling
And You’ve told me who I am
I am Yours, I am Yours

Who am I, that the eyes that see my sin
Would look on me with love and watch me rise again
Who am I, that the voice that calmed the sea
Would call out through the rain
And calm the storm in me

Not because of who I am
But because of what You’ve done
Not because of what I’ve done
But because of who You are

I am a flower quickly fading
Here today and gone tomorrow
A wave tossed in the ocean
Vapor in the wind
Still You hear me when I’m calling
Lord, You catch me when I’m falling
And You’ve told me who I am
I am Yours


Der Text zum Lied “Happy Day” von Tim Hughes:

The greatest day in history, Death is beaten
You have rescued me
Sing it out Jesus is alive
The empty cross, The empty grave
Life eternal You have won the day
Shout it out Jesus is alive
He’s alive

Oh happy day, happy day
You washed my sin away
Oh happy day, happy day
I’ll never be the same
Forever I am changed

When I stand, in that place
Free at last, meeting face to face
I am Yours Jesus You are mine
Endless joy, perfect peace
Earthly pain finally will cease
Celebrate Jesus is alive
He’s alive

Oh happy day, happy day
You washed my sin away
Oh happy day, happy day
I’ll never be the same OHH NO
Forever I am changed

Oh what a glorious day
What a glorious way
That You have saved me
Oh what a glorious day
What a glorious name

YEAHHH

Oh happy day, happy day
You washed my sin away
Oh happy day, happy day
I’ll never be the same
Forever I am changed

“Was heißt Windel auf türkisch? Güllehülle”

Dieser Witz widerspiegelt nur bedingt die Wahrheit. Zum einen hat das Wort “kundak” die Bedeutung der Windel im Türkischen. Zum anderen gibt es aber in der Tat die Wortgruppe “Güle güle.”, die teilweise zur Verabschiedung genutzt wird.

In diesem Eintrag möchte ich einfach mal der Frage im Titel nachgehen und ein paar Gründe auflisten die mir aufgefallen sind. Dabei habe ich auch gleich die Gelegenheit ein paar Einblicke in die türkische Grammatik zu bieten.

Lustige Wörter die einem relativ schnell auffallen sind “kültür”, “süper” oder “müzik”, die wohl jeder Deutsche auf anhieb übersetzen könnte. Der Ursprung dieser “ü”s und viele weiterer ist allerdings auf den großen Einfluss des Franzsösischen auf die türkische Sprache zurückzuführen. Fast fünf prozent der türkischen Wörter sind nämlich Lehnwörter aus Französischen, was ein drittel aller Lehnwörter ausmacht und nur noch knapp von dem Arabischen übertroffen wird.

Ein weiterer Grund dafür, dass man sich von “ü”s überschwemmt fühlt, ist, dass sie meistens gleich im ganzen Rudel aufzutreten scheinen. Dies liegt an der sogenannten Vokalharmonie, die sich durch die türkische Grammatik zieht. Die meisten Endungen sind zwar generell sehr regelmäßig, doch bis auf eine Auswahl aus Vokalen nicht ganz eindeutig bestimmt. So ist die Possesivendung der dritten Person zum Beispiel -ı, -i, -u oder -ü, also “i”s und “u”s mit und ohne Punkte, je nachdem welcher Vokal zuletzt im Wort vorkam. Also ist “kitabı” sein Buch oder “gülü” seine Rose. Falls der letzt vorgekommene Vokal nun ein “ö” oder “ü” war, kommt wieder ein “ü”. Genauso funktioniert das mit einer ähnlichen Form wie das deutsche -lich. Nämlich machen die Endungen -lı, -li, -lu und -lü ein Substantiv zu einem Adjektiv. Zum Beispiel wird aus dem Haus “ev” verheiratet “evli” oder “balkon” die Beschreiben “balkonlu”, dass etwas (z.B. ein Zimmer) mit Balkon ist. Ich will auch noch die Endung -lık und -ı die jeweils auch in den vier Formen vorkommen erwähnen. Ersteres beschreibt eine Verallgemeinerung der eigentlichen Sache. Ein Direktor “müdür” sitzt im Direktoriat oder Sekreteriat “müdürlük”, das Buch “kitap” steht im Bücherregal “kitaplık” und der Reisende “yolcu” begibt sich auf eine Reise “yolculuk”. Das zweitere zunächst doppeldeutig erscheinende aber in der Regel gut auseinanderhaltbare -ı gibt eine Akkusativendung wider. Schauen wir uns also mal das Wort “gönül” (Herz) an. Dies zu einem Adjektiv “gönüllü” gemacht ergibt eine Art “herzlich”, was aber tatsächlich eher mit “bescheiden” oder “demütig” übersetzt. Weiter kommt man auf die Demut “gönüllülük” und dann auch auf seine Demut “gönüllülüğü”, die in dem Satz “Ich schätze seine Demut.” noch zum Akkusativ gebeugt wird und man schlussendlich bei dem 5-”ü”igen Wort “gönüllülüğünü” landet. Auch der Türke gerät hier ins schleudern und wird die letzten 3 “ü”s wohl eher in eins umwandeln und durch das Nuscheln auch diesen noch vertuschen.

Zuletzt summieren sich beide Gründe natürlich noch. Vor allem, da es auch viele mit “ö” endene Wörter im Französischen gibt, die gerne übernommen wurden, um mit “kuaför” und “asansör” nur zwei zu nennen.

29.01.2011

Was ein Morgen

Es fing am gestrigen Abend an. Es war kalt. Man konnte den Wasserhahn der Kombigasheizung aufdrehen wie man will, es kam einfach kein Wasser. Ich geh ins Bett. Mir ist kalt. Nur noch sechzig Seite vom Ende entfernt, lese ich gespannt mein Buch zu Ende. Drei uhr vierzig bin ich immer noch putzmunter und kann über die aufregende Jagd am Ende noch nicht gleich einschlafen. Plötzlich klingelt mein Telefon, wovon ich aufwache. Es ist gegen acht. Mein einer Mitbewohner ist in der Dusche, der andere gestern nicht nach Hause gekommen. Dafür ist er am Telefon. “I need you to help me out with ther taxi bill.” “Where are you?” “In a cap driving across the Bosphorus Bridge.” “I’ll get you, but I need to go to the ATM first, meet you at the bus stop down the Barbarosa.” Click. Das Auflegen hat sich irgendwie Amerikanisch angehört. Ich muss auf Klo bevor ich ihn holen geh. Ferhat ist immer noch in der Dusche. Ich zieh mich an und will “Hey, can I use the bathroom really quick while you’re in the shower?” rufen, aber das Bad war dunkel. Dafür hatten wir eine neue Dusche in der Küche. Der Kombi läuft aus. Die Wohnung steht halb unter Wasser. Ich dreh das Wasser ab, geh auf Klo und hole Pete vom Taxi ab. Draußen sieht es unwirklich aus. Die Sonne scheint, aber es regnet. Ich habe vergessen nach dem Regenbogen zu schauen. Er entschuldigt sich zwanzig mal. Ich sage fast jedes mal, dass es gut war dass er angerufen hat. “I stop Ferhat from showering even longer in the kitchen.” Er geht schlafen. Ich schiebe das Wasser ins Bad. Das Wasser läuft durch den Abfluss im Bad ab. Die Nachbarin kommt hoch. Ich kann im Grunde nur das Wort “su” aufschnappen. Ich erkläre: “Dün akşam kombi açtık, ama kapatmadık. Bugün su geldi. Çok özür dileriz.” Sie sieht es ein und sagt: “Evet, su geldi”, und geht wieder. Ich schreibe einen Blogeintrag und gehe auch wieder ins Bett.

Ich hab die letzten male bemerkt, dass die Website deutlich langsamer ist, wenn ich ein Karte einbette, deswegen diesmal nur ein Link zu einer Übersichtskarte:
http://maps.google.com/maps?f=…

Also nun sind wirklich alle Prüfungen des ersten Semesters vorbei und ich bin auch wieder von meiner kleinen Rundreise zurück. Interessant sind vielleicht vor allem die Fotos die ich schon auf meiner Website hochgeladen habe.
http://www.patzt.de/?page_id=138&album=1Reise
Aber zur Aufklärung auch ein paar Worte zum Ablauf der Reise. Am Freitag abend um 22 Uhr bin ich meine Reise angetreten. Plan war zu dem Zeitpunkt nur nach Kappadokien zu fahren und von dort aus nach Ankara weiterzureisen. Auf der Fahrt habe ich dann aber mal per SMS bei Freunden aus der Gemeinde nach Kontakten gefragt, die ich vielleicht besuchen könnte. Den Samstag haben wir dann mit einer Turistentour in Kappadokien verbracht, die sehr gut zwischen meiner Ankunft um 8 Uhr und unserer Abreise um 6 Uhr gepasst hat. Wir sind also noch am Samstag abend in Ankara angekommen und konnten sehr angenehm (deutlich angenehmer als im Bus) bei Jan und Alberto nächtigen. Bereits noch am Samstag habe ich dann die Kontaktdaten von netten Menschen aus Konya bekommen, die ich aber erst am Sonntag angerufen habe, weil es schon zu spät war.
In Ankara habe vor allem mit Jan dann die (zwei) Sehenswürdigkeiten unsicher gemacht und sind dann abends noch zu dritt ins Hamam gegangen. Die Kontaktaufnahme mit Chris aus Konya war erfolgreich und so war der Plan von Ankara weiter nach Konya und danach nach Antalya wo Simon wohnt.
Ein kleine Anekdote über Simon. Als ich noch in Deutschland war und manchen Menschen erzählt habe, dass ich vor habe in die Türkei zu gehen, bekam ich nicht zu selten (bestimmt fast fünf mal) die Antwort: “Ah, warum gehen denn jetzt so viele in die Türkei?” Auf meine Gegenfrage “Wer denn noch?” kam dann eigentlich immer “Mein Cousin Simon.” Ja, viele Verwandte der Junge.
Am Montag morgen ist Jan dann also wieder nach Deutschland abgedüst und ich hab auch nur noch meinen Vormittag in Ankara verbracht bis ich mich nach Konya aufgemacht habe.
Mal einen kleinen Eindruck von den Buspreisen. Istanbul - Kappadokien hat 10 Stunden gedauert und es gab Fernsehen und Trinken im Bus für 25 €. Ankara - Konya hat sogar zusätzliche verschiedene DVDs angeboten und mit 4 Stunden Fahrt nur 10€ gekostet. Ich glaube solche Büsse gibt es in Deutschland auch, sollte man vielleicht mal als Alternative zur Bahn in Betracht ziehen.
Nun bin ich in Konya also bei einer amerikanischen Familie untergekommen. Und als ob es nicht anders sein sollte, war der Vater aus Nebraska und kannte sogar mein kleines Dörflein Wakefield. Den Abend haben wir vor allem damit verbracht, dass er mich so ein bisschen davon erzählt hat, was sie dort so machen und am nächsten Tag konnte ich mir dann mal ein bisschen die Stadt anschauen. Um 7 Uhr ging es dann noch am Dienstag nach Antalya, wo ich dann um halb 1 am nächsten Morgen tatsächlich vor Simons Tür stand. Der nächste Tag verlief nun mal mit deutlich mehr Entspannung und weniger Sightseeing ab, was ich als sehr willkommen angesehen habe. Erstmal ein bisschen Sprachkurs mit Simon bei Tömer, dann Kampus gucken (wow!, mit seinem Kampus würd ich mehr Zeit an der Uni verbringen), später noch Strand und abendliches Zusammensitzen. Das Wetter war super und das Wasser warm. Schön war auch das Abendessen bei lokalen Pide-Mann mit dem wir uns dann noch ein bisschen auf Türkisch unterhalten haben. Abends sind wir dann vielleicht etwas spät ins Bett gekommen, weil ich, um meinen Flieger zu bekommen, nur zweieinhalb Stunden Schlaf abbekommen habe. Aber ich bin mal wieder erstaunt und sehr froh gewesen, wie gut diese Reise geklappt hat.

17.01.2011

Kappadokien

Die Prüfungen haben angefangen. Letzte Woche schon. Aber damit auch die Langeweile. Lernen ist nicht wirklich notwendig. Also habe ich viel zu Hause gesessen. Eigentlich war ja noch eine Hausaufgabe fertig zu machen, aber die Aufgaben sind nicht so toll. Auf jeden Fall hat Jan, ein deutscher Kumpel aus Ankara mit seinem spanischen Mitbewohner, die ich beide aus dem Sprachkurs kenne, vor, noch Kappadokien zu besuchen, bevor er zurück nach Deutschland geht. Das sollte am Samstag sein. Weil ich aber zwischen dem Freitag und dem nächsten Freitag keine Prüfungen habe, dachte ich mir gleich ein bisschen mehr zu reisen. Also hab ich mich nun am Donnerstag dafür entschieden und dann einfach mal fix von 17 bis 02 Uhr die Hausaufgaben fertig gemacht, dann am Freitag um 11 und um 13 Uhr ne Prüfung geschrieben und dann abends um 22 Uhr die 10 Stunden Busfahrt nach Kappadokien angetreten.
Ich denke ich werde noch ein paar mehr Fotos von dort hochladen, aber hier erstmal ein paar Eindrücke.


Es war definitiv die Reise wert. Wir hatten einen echt tollen Reiseleiter, der auch in unserem Alter war. Was wir dort gesehen haben reichte von einer atemberauben Naturkulisse über eine coole unterirdische Stadt die acht Stockwerke tief war bis zu so viele Möglichkeiten irgendwo hochzuklettern. Toll! Jan meint: “Peter flizte über Stock und Stein und war kaum zu bändigen. Dies sorgte für Unmut unter hauptsächlich ostasiatischen Reisegruppe, die fortlaufend auf ihn warten mussten, was ihn aber nicht davon abhielt sich auch die 322. Höhle von innen zu erkunden/erklettern.”

Mein einer “Designerfreund” (sie hat Produktdesign, wie alle anderen aus der Gang meiner Mitbewohner, studiert) meinte, dass mein “Artwork” besser aussieht, wenn alles gerade ist. (Den 3D-Effekt durfte ich lassen.) Nun würde ich gernen von euch wissen, was ihr besser findet. Hier ein paar Vorher-Nachher-Bilder:

30.12.2010

Zimmer

Voller Tatendrang, wie schon im Twitter erwähnt, hab ich mich mal drangemacht mein Zimmer etwas zu verschönern und gleich auch etwas praktischer zu machen. Also außer Schränke rücken, hat es auch noch etwas an die kahle Tapete gebracht.

30.12.2010

Weihnachtsurlaub

Ich bin noch nicht müde. Es ist 1:45 Uhr. Aber das liegt daran, dass ich erst 14:00 Uhr heute aufgestanden bin. Aber fangen wir vorne an.
Ich war, wie die meisten ja wissen über Weihnachten in Deutschland. Dazu bin ich am 17. Dez. um 19:15 Uhr von Beşiktaş mit der Fähre los, und habe anschließend den Bus für ein Stunde zum Flughafen genommen, sodass ich tatsächlich nur zwei Stunden gebraucht habe und dementsprechend von um 21 bis 23:30 Uhr noch etwas Zeit hatte. Dort habe ich aber schnell sowohl kostenloses Internet als auch Strom gefunden, was “der beste Flughafen in Welt” (so betitelt er sich in Englisch selbst, samt fehlendem Artikel) halt so alles bietet. Absolut pünklich angekommen und schon nach einer viertel Stunde durch Passkontrolle und Gepäckempfang, habe ich um 1:30 Uhr gleich einen Bus bekommen. Die beiden Anschlusszüge (U-Bahn und S-Bahn) ließen dann aber jeweils wieder eine viertel Stunde warten, ohne dass ich noch mehr Pässe vorzeigen hätte müssen. Am nächsten Morgen musste ich mich dann auch um die Berliner Ringbahn kämpfen und habe so erst einen Zug zwei Stunden später als geplant nach Wismar nehmen können, aber dieser hatte erstaunlicherweise nur eine halbe Stunde Verspätung als er ankam. Überraschend gut bin ich auch mit dem Auto und Zug hin und zurück zwischen Mölln und Rostock und nach Berlin gekommen, wobei ich günstigerweise immer jemanden mit Wochendticket gefunden habe. Ziemlich pünktlich ging mein Flieger dann auch zurück und kam um halb sechs morgens an, sodass ich genau den Expressbus vom Flughafen zur Fähre um 6:00 Uhr bekommen habe. Da dieser nur eine halbe Stunde brauchte, war genug Zeit mir noch eine neue Monatskarte zu besorgen und dann mit der ersten Fähre um 6:45 Uhr nach Beşiktaş überzusetzen.
Also bis auf muskelaufreibende Strecken zu Fuß durch den Schnee mit einem 30 kg Gepäckstück, bin ich super gut durch das Winter-Wonderland/ -Chaos gekommen und auch sehr dankbar dafür.
Richtig doll danken möchte ich auch den vielen lieben Menschen, die diese Reise so wertvoll gemacht haben: Veit, Irmgard, Regina, Ben, Isa, Greta, Judith, Sarah, Hanna, Agnes, Annekathrin, Jan, Matthias, Maret, Carina, Tobias, Ramona, Devon, Mareen, André, Barbara, Charlotte. Vielen Dank euch allen!

Zwei sehr amüsante Geographiefehler in der Türkischen Zeitung heute. Das Brandenburger Tor in der schweizer Stadt Bern? Und Holland zwischen Österreich und Romänien. Da hat doch wer nicht aufgepasst.

Heute war der Todestag vom Staatgründer Atatürk. Trotzdem habe ich davon nur beiläufig etwas mitbekommen, obwohl ich gedacht hätte, dass um 9:05 Uhr die Stadt kurzstehen bleibt. Dies war aber nicht so. Im Wesentlichen zeichnete sich dieser Tag dadurch aus, dass wir zunächst in der einen Vorlesung ein Testat hatten, sodass davon auszugehen war, dass der Professor wenigstens einmal nicht eine Stunde zu spät kommt. Aber auch dies war nicht so. Nach dem Testat wollten Özgür und ich Schlittschuh laufen gehn. Ich hab mir ja extra meine Schlittschuhe mitbringen lassen. Dazu sind wir zunächst zum Forum Istanbul gefahren, wo es leider gar keine Eisfläche gab, aber dafür das neueröffnete H&M, das erste in Istanbul, riesen Werbekampange! Dadrin sind sind wir unten einer wohl in der Türkei berühmten Frau begegnet. Oben hab ich dann einen Typen gesehen, über den ich zu Özgür meinte: “Der sieht so aus als könnte er auch berühmt sein.” Er: “Ja, dass ist ihr Mann.” Surely enough ein paar Minuten später sehe ich hinter der Abtrennwand zu den Umkleiden den Typen der für die Mavi-Jeans hier auf allen Plakaten hängt. (Für interessierte Menschen, man google die Namen: Kıvanç Kasabalı und Kıvanç Tatlıtuğ (von der Mavi Werbung)) Eine weitere Erkenntnis reicher habe ich das H&M verlassen als ich bemerkte, dass der Laden voll mit Deutschtürken war, die aus Deutschland importiert wurden.
Nachdem wir dann noch bei einer weiteren Mall waren, in der die Eisfläche voll mit Schulkindern war, haben wir nach insgesamt anderthalb Stunden suche eine tatsächliche Eishalle gefunden, mit der keiner von uns beiden gerechnet hatte. Für 4€ die 40 Minuten war diese zwar auch nicht günstig, aber dafür war sie super leer und mit tollem Eis. Naja, das solls auch schon gewesen sein. War ja nur ein längerer Twittereintrag.

10.10.2010

Vorlesungen

Für Interessenten hier mal, was ich jetzt so für Vorlesungen höre:

  1. Eine einfache Topologie Vorlesung. Es wird wohl nur eine Einführung in die Grundbegriffe werden. Es ist eine Pflichtbachelorvorlesung, aber wir hatten sowas in Rostock nicht. Trotzdem wird da kaum was neues kommen.
  2. Eine schwierigere Topologie Vorlesung. Hier habe ich schon in der ersten Woche was gelernt. Sie wird hoffentlich auch nicht so schwer. Sie geht nach dem englischen Lehrbuch “General Topology” von Willard, aus dem wir dann wohl zunächst Konvergenz verallgemeinern, später die Trennungsaxiome einführen und am Ende was über Metrisierbarkeit lernen. Aber das waren natürlich nur ein paar Stichwörter.
  3. Eine einfache Vorlesung über Kontrolltheorie. Diese Vorlesung ist auf englisch. Das ist vielleicht auch der Hauptgrund warum ich sie höre. Worum es genau geht weiß ich noch nicht. Aber es wird sich auf differentierbaren Mannigfaltigkeiten abspielen, die wir schonmal auf eine sehr allgemeine Art eingeführt haben und Lie Algebren ein Rolle spielen, was beides ja schon mal was verspricht. Mal sehn, schwierig wirds wohl nicht, es ist auch ne Bachelorvorlesung.
  4. Eine Vorlesung über Quantenmatrixgruppen. Das baut zunächst auf Hopfalgebren auf und geht dann auf spezielle solcher Gruppen über. Es wird sich dabei aber nur um Matrixgruppen drehen, wie der Name der Vorlesung schon sagt. Dafür sollen Quantengruppen aber auch keinen richtigen Gruppen sein. Kann aber sein, dass ich mich da verlesen habe.
  5. Eigentlich würde ich auch noch was über topologische Gruppen hören. Die Vorlesung überschneidet sich aber mit der schwierigen Topologie Vorlesung. (Was ich dollen Unsinn finde.) Aber die ist auf englisch und vielleicht auch nur mit Vorlesungsmittschriften zugänglich.
  6. Zuletzt wollte ich eigentlich auch ein bisschen Reelle Analysis machen. Das aber nicht als direkte Vorlesung, sondern viel mehr mit dem Material das Terence Tao von seiner Vorlesung an der UCLA zu Verfügung stellt. (http://en.wordpress.com/tag/245a-real-analysis/)

Ein Sammelsorium:

  • Kindergeburtstage sind für Erwachsene, trotzdem kriegt das Kind die Geschenke.
  • Die Geschenke bei Geburtstagen gibt es grundsätzlich erst nach dem Essen. (In der Regel Abendessen)
  • In der Uni gibt es viele Mädels, insbesondere bei Mathe sind es sogar ungefähr 50%.
  • Kopftuchverbot herrscht in der Uni hier wohl doch nicht, aber eine komplette Burka hab ich nocht nicht gesehen.
  • Viele Jungs sind zu faul zum rasieren. (Ich auch.)
  • Manchmal trifft man auf einem Jonglier und Akrobatikevent gleich neben seinem Viertel zufällig vorher noch unbekannte Christen nur weil man Einrad fährt.
  • Katzen und Hunde sind keine Haus-, sondern Straßentiere.
  • Mensa kostet hier nur 1€, ist aber dafür deutlich weniger als das Ein-Euro-Menü (das mittlerweile 1,20€ kostet) der Rostocker Mensa. Dafür ist der Nachtisch (Baklava) das eine mal den 1€ locker wert gewesen.
  • Schwarzfahren gibt es nicht. Monatskarte (eigentlich nur 200 Fahrten aber das reicht locker) kostet ca 30 € für Studenten.
  • Der Verkehr ist südländisch, aber Ampeln werden noch nicht total ignoriert.
  • Der Taxi-Einstiegspreis liegt bei 1,50€ und zu viert Taxi fahren is oft billiger als Bus.
  • 1,60 Lire wird nicht als eins sechzig, sondern als eins sechshundert gesagt, weil es früher mal 1600000 Lire waren und dann vier Nullen gestrichen wurden.
  • Saft ist hier grundsätzlich viel zu süß. Aber gut mit Wasser mischbar. (1/5 Saft 4/5 Wasser)
  • Die Taschentücher sind hier andersgefaltet.
  • Vorlesungszeiten können je nach ankommen des Vorlesenden auch mal ein Stunde nach hintenverschoben werden. (Hört dann auch später auf.)
  • Halbstündige Pausen in einer anderthalb Stunden Vorlesung sind auch mal drin.
  • Die Mutter meines Mitbewohners kann super kochen.
  • Leider wohnt sie viel zu weit weg, sodass immer nur was mitgebracht wird, wenn sein Cousin vorbeikommt. (Ein willkommender Gast)
1.10.2010

Erste Uniwoche

Hier mal was auf die Ohren. Mein erster Audioeintrag.

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